21.07.2021, von Michael Dietl

Unwettereinsatz Berchtesgadener Land

Am Samstag den 17.07.2021 um 22:19Uhr wurde der Ortsverband Simbach alarmiert. Die Anforderung kam aus dem vom Dauerregen getroffenen BGL. Zur Unterstützung bei der Personenrettung wurde der LKW mit Ladekran (MAN KAT1) ins Schadensgebiet entsandt. Dieser machte sich mit drei Helfern auf dem Weg. Glücklicherweise bestand beim Eintreffen der Einsatzkräfte kein Bedarf an der Personenrettung und so wurde der Kran für Transportaufgaben verwendet,  um gefüllte Sandsäcke an die Einsatzstellen zu transportieren.

Leider gab es einen kleinen Zwischenfall mit einem anderen Ortsverband, dessen LKW mit Ladekran ins Schleudern geraten ist, einen anderen Verkehrsteilnehmer streifte und sich im Anschluss überschlagen hatte. Die Besatzung des Simbacher MAN KAT1 waren die ersten an der Unfallstelle und leisteten erste Hilfe. Hilfe kam von der Feuerwehr und dem Roten Kreuz, die sich um die weitere Versorgung der Verletzten kümmerten. Im Anschluss übernahmen die Simbacher mit ihrem Spezialfahrzeug die Ladung der verunglückten Kameraden.

Am Sonntag gegen 18 Uhr, übermüdet aber wohlauf, kehrten die Simbacher Einsatzkräfte in die Unterkunft zurück und wurden von den Kameradinnen und Kameraden empfangen.

Für die Bergungsgruppe ging es am Montagmorgen zum Königsee, wo sie sich der Feuerwehr Königsee unterstellten. Nicht zum ersten Mal, denn der Kommandant der Feuerwehr und der Gruppenführer der Bergungsgruppe sind alte Bekannte. So haben die beiden schon beim Schneechaos 2019 die Einsatzstelle gemeinsam bestritten. In einer Gemeinschaftsarbeit, wurde der Entwässerungskanal durch die Ortschaft vom Kies befreit.

Der Dienstag stand ganz unter dem Motto „Häuserkampf“. In der Ortschaft Schönau am Königssee, waren etliche Gebäude von einem Murenabgang betroffen gewesen und die Keller und Garagen der Bewohner waren mit Kies gefüllt. Die Aufgabe der Bergungsgruppe bestand darin, Sachgüter zu bergen und die Räumlichkeiten von Schlamm und Kies zu befreien. Erschwert wurde diese Arbeit durch stehendes Wasser, welches zu Beginn erst mal abgepumpt werden musste. Unterstützung kam bei dieser Aufgabe aus den Ortsverbänden Landshut und Regensburg.

Gegen 19 Uhr waren alle Einsatzstellen abgearbeitet und die Truppe konnte die Heimreise nach Simbach antreten. Um 20:30 wurden die Simbacher Helden von ihren Kameraden in der Unterkunft empfangen. Als Würdigung für die Strapazen der vergangenen Tage, hatte sich der Ortsbeauftragte Klaus Kohout etwas besonderes einfallen lassen und für jeden eine Mahlzeit organisiert. Erschöpft aber gesund und munter konnten die Helferinnen und Helfer zu ihren Familien zurückkehren.


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