19.11.2022, von Alexander Hartwig

Fachausbildung Atemschutz

Brandrauch, verletzte Personen, verbunden mit Gefahrstoff in der THW Unterkunft Simbach

Eine Kriechstrecke in der Fahrzeughalle, eine Verunfallte Person auf dem Gerüst-Turm, und ein Brandraum in der THW Unterkunft machten den Atemschutzgeräteträgern am Samstag den 19.11. eine große Herausforderung.

Zunächst aber wurden nach einem gemeinsamen Frühstück, einige wichtige Punkte aus der FWDV 7 (Feuerwehr Dienstvorschrift) im Theorieunterricht vermittelt. Auch erhielten die Atemschutzgeräteträger eine Buchstabiertafel, die sie später noch benötigen werden.

Wohl gestärkt und mit Wissen aufgefrischt bereiteten Sie sich für die Erste Übungseinheit, die Kriechstrecke vor. Eine 90° Kurve nach rechts, aufgebaut mit Biertischgarnituren, die einseitig auf der linken Seite aufgeklappt waren musste durchkrochen werden. Anschließend waren Tische und Bänke zum unten durch und drüber steigen aufgestellt. Es folgte mit Pylonen aufgebaute gerade Strecke, durch die die Atemschutzgeräteträger nur durchkamen, in dem Sie das Gerät ablegten und vor sich am Boden kriechend vor sich herschoben. Als Überraschung folgte das Auffinden eines Gefahrguts.

50 Stück undichte IBC Container in denen Flusssäure gelagert war, diese Lageveränderung wurde dem Gruppenführer übermittelt, eine Alarmstufenerhöhung auf Grund der veränderten Lage empfohlen und das Wort „Flusssäure“ wurde zur eindeutigen Verständigung buchstabiert.

Nach kurzer Pause und Nachbesprechung wartete als nächste Aufgabe der Übungsturm, dort angekommen musste eine 3-Teilige Steckleiter am Übungsturm für den Aufstieg in Stellung gebracht und mittels Bindeleine und Kopfpunktsicherung gegen das wegrutschen am Turm gesichert werden. Die Person wurde auf eine Trage aufgebunden und für den Abtransport vorbereitet.

Als letzte und aufregendste Herausforderung folgte ein simulierter Brandraum. Mit lautem Feuerknistern als Hintergrundgeräusch und einem stark  mittels Nebelmaschine, stark verrauchten Raum der zusätzlich mit Feuerscheineffekten bestückt war, rechneten die Übungsteilnehmer nicht. Sofort wurde es hektisch, jetzt ging es darum erlerntes abzurufen und kühlen Kopf zu bewahren. Personenrettung und Brandbekämpfung mit sehr schlechten Sichtverhältnissen mussten jetzt unter einen Hut gebracht werden.

Nach erfolgreichem Übungsergebnis und bereits besichtigen der ersten Fotos der Übung gab es noch ein stärkendes gemeinschaftliches Mittagessen. Gegen 14 Uhr konnte jeder mit den gesammelten Eindrücken in sein wohlverdientes Wochenende starten. An dieser Stelle den Helfern die zum Erfolg der Übung beigetragen im Hintergrund alles vorbereitet und wieder aufgeräumt haben, sowohl auch den aktiven Teilnehmern ein Herzliches Dankeschön. Auch der Führung ein großes Danke, dass wir die Unterkunft in diesem Ausmaße nutzen dürfen.


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